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Wie sollte ich reagieren, wenn mich jemand verflucht?

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Es ist ungefähr 10 Jahre her, da begann ich am ganzen Körper an einem Juckreiz zu leiden kurz nach dem ich von einer Reise nach Nigeria zurückgekehrt war. Zuerst vermutete ich eine allergische Reaktion auf ein Lebensmittel oder ein Waschmittel. Aber ich hatte keinen Ausschlag und mein Arzt war ebenfalls ratlos. Er sagte mir, dass er keinen offensichtlichen Grund für den Juckreiz finden könne.

Meine Haut krabbelte überall und keine Lotion verschaffte mir Erleichterung. War es vielleicht ein geistlicher Angriff?

Ich bin normalerweise nicht der Typ der hinter jedem Busch einen Dämon vermutet. Doch ich hatte während meiner Reise eine Konfrontation mit einem okkulten Heiler aus Nigeria. Ich fragte mich, ob er mich verflucht haben könnte nach dem ich seinen Betrug ans Licht gebracht hatte.

Also rief ich meinen Freund Mosy Madugba an. Er ist angesehener Geistlicher in Nigeria. Während unserem Gespräch bestätigte er mir, dass dieser Hexer diejenigen verfluche, welche er als seine Feinde ansieht. Bruder Mosy betete für mich und bat Gott darum die Kraft jeder Verwünschung welche über mir ausgesprochen wurde zu brechen. Innerhalb eines Tages verschwand der Juckreiz völlig und ich hatte nie wieder Probleme damit.

Ich bin dankbar, dass ich mich nicht oft mit dieser Art der geistlichen Kampfführung konfrontiert sehe. Doch im letzten Jahr machte ich noch eine viel seltsamere Erfahrung. Diesmal waren Christen beteiligt, welche der Meinung waren sie könnten biblisch begründen, dass es in Ordnung sei Menschen die sie nicht mögen zu verfluchen.

Es ist einfach unglaublich! Es gibt tatsächlich Gläubige die wiederholt Gott darum bitten anderen Menschen auf die sie sauer sind Tragödien, finanziellen Schaden oder gar Krankheit zu senden. Ich kenne sogar Pastoren die ehemalige Gemeindemitglieder verfluchen, weil diese sich entschlossen haben die Gemeinde zu verlassen. (Beachte: Ein echter Pastor kümmert sich um die verlorenen Schafe und wünscht ihnen keinen Schaden.) In Nigeria gibt es glauben manche Christen, sie hätten das Recht für den Tod ihrer Feinde zu beten. Und sie halten sogar bezahlte Konferenzen ab um dort über dieses Thema zu lehren!

Vielleicht bist du noch kein Opfer eines Voodoo Fluches geworden. Aber es gibt viel mehr sogenannte „charismatische Zauberei“ als wir es wahr haben wollen. Hierbei handelt es sich um eine Art seelischer Gebete mit dem Zweck dir Schaden zuzufügen. Ich möchte dir nun 5 einfache Schritte aufzeigen, die dir helfen sollen richtig zu reagieren, wenn dich jemand verflucht:

  1. Segne die Person, welche dich verflucht hat. Vor einigen Jahren hatte jemand ein Video im Internet veröffentlicht, welches meinem Ruf schaden sollte. Einige meiner Freunde gaben mir den Rat mich dafür zu rächen. Aber ich wusste, dass es mir wichtig war der Situation mit einer Christus ähnlichen inneren Einstellung zu begegnen. Einige Wochen lang habe ich das Video nicht einmal angeschaut und habe mir zunächst Zeit genommen Gebete des Segens über dieser Person auszusprechen. In Römer 12,19 heißt es: „Rächt euch nicht selbst, liebe Freunde, sondern überlasst die Rache dem Zorn ‚Gottes‘.“ Wir müssen nach dem Gesetz der Liebe leben und der Versuchung anderen gegenüber Bitter zu werden widerstehen.Es ist völlig normal, dass wir zunächst einmal sauer werden, wenn wir entdecken, dass jemand über uns tratscht, Lügen verbreitet oder gar wütende Gebete gegen uns richtet. Aber Jesus hat uns gesagt, dass wir ruhig bleiben und die Sache ihm überlassen sollen. In Lukas 6, 27 bis 28 sagte er: „Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun.“
  2. Schirme dich mit Hilfe deines geistlichen Schildes ab. Bist du ein Gläubiger, welcher an Christus glaubt, so bist du mit ihm verborgen. Der Name Jesu ist ein starker Turm und wenn du ihn anrufst, wirst du bei ihm Sicherheit vor aller geistlichen Gefahr finden. Keine Zauberei, keine Verleumdung und kein böser Fluch können dir Schaden zufügen, wenn Gott dich abschirmt. Geh ins Gebet und bitte Gott darum dich zu verteidigen. Als David vor Saul auf der Flucht war, betete er: „Der HERR ist meine Stärke und mein Schild. Auf ihn habe ich vertraut, darum wurde mir geholfen“ (Ps 28,7).
  3. Verwehre jeglichen dämonischen Einflüssen den Zugang. Nur wenn wir die Tür für ihn offen lassen, kriegt der Teufel einen Fuß in die Tür in unserem Leben. Mach deshalb alle Türen zu und verschließe sie! In Eph. 4,27 steht geschrieben: “Gebt dem Teufel keinen Raum …”. Das bedeutet sich von allen bekannten Sünden zu trennen und sicher zu stellen, dass du nichts in dein Leben oder dein Haus hinein gelassen hast, was dämonische Aktivitäten nach sich ziehen würde. Ich spreche von einer nachtragenden Haltung und Stolz oder im Falle unserer Wohnt zum Beispiel von Pornografie, okkulten Gegenständen oder Büchern mit entsprechenden Inhalten.
  4. Hör nicht auf Gott zu preisen. Zauberei bewirkt oft Entmutigung. Nach dem der Prophet Eliah die Königing Isebel herausgefordert hatte, drohte sie damit ihn umzubringen. Und der mächtige Prophet wurde depressiv und hegte sogar Selbstmordgedanken. (siehe 1. Kön 19, 1-4). Zauberei kann dir keinen Schaden zufügen, aber sie kann Finsternis mitbringen, welche dir die Freude raubt. Die beste Waffe gegen geistliche Schwere ist Lobpreis.Die Psalmen zeigen uns eine ganze Liste mit den fröhlichen Antworten Davids auf die Drohungen seiner Feinde auf. Wenn du geistlich angegriffen wirst, ist es möglich, dass du dir den Weg frei singst und schreist. Wenn wir Gott preisen, wird der Feind in Ketten gelegt und muss die Klappe halten!
  5. Lass es an dir abprallen. Wir sollten geistliche Angriffe nicht ignorieren. Aber wir sollten uns auch nicht von ihnen ängstigen lassen. Du hast das Wort Gottes. Du hast das Blut Jesu und dein Bekenntnis gegen den Feind hat Kraft. Martin Luther hat einmal geschrieben: „Der Teufel hat keine echte Macht über die Gläubigen. Er hasst Gebet und vor dem Kreuz und dem Wort Gottes flieht er wie vor einem brennenden Feuer.“

Du musst dich vor den Flüchen deiner Feinde oder den fehlgeleiteten Gebeten der hasserfüllten Verräter nicht fürchten. Als David sich umschaute und eine dämonisch beeinflusste Gruppe von Kritikern sagen hörte, dass es für ihn bei Gott keine Hoffnung gäbe, da antwortete er: „Du aber, HERR, bist der Schild, der mich schützt, meine Ehre bist du allein. Du selbst richtest mich immer wieder auf”. (Ps 3,4)

Lee Grady ist der ehemalige Redakteur des Magazines Charisma. Auf Twitter findest du ihn unter leegrady. Mehr über seinen Dienst The Mordecai Project erfährst du unter themordecaiproject.org.

Englischer Originalartikel: How to respond when you’ve been cursed

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