Glorycorrie & Potamos

Bereise unser Gott geführtes natürlich übernatürliches Abenteuer mit uns

Zaatari refugee camp, Jordan


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Gottes Liebe ist farbenblind

„Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern,
das habt ihr mir getan.“ (Matth. 25,40)

Seit einigen Monaten ist das Flüchtlingsthema ständig an der Tagesordnung. Wir sehen die Bilder im Fernsehen und ich frage mich dann immer, „Was kann ich tun? Wie kann ich helfen?“ Das Ganze lässt mich nicht kalt. Ich sehe die Mütter mit Kindern, die ihre Heimat verlassen weil dort Krieg herrscht und ihren Kindern eine bessere Zukunft bieten möchten.

Nun arbeitet mein Mann seit 6 Wochen in der Asyl- und Flüchtlingshilfe und das ganze Thema ist so viel näher gerückt. Da höre ich täglich von Schicksalen die mein Herz bewegen. Ich kann nicht allen helfen, aber diejenigen, die Gott mir ins Visier holt, denen möchte ich helfen. Da sind die zwei jungen Frauen, die kurz vor der Entbindung stehen und nichts für ihr Baby haben, ich möchte ihnen helfen, ihren Kindern etwas geben zu können. Ich bat um Unterstützung und bekam sie und nun freue ich mich darauf, diesen beiden Mamas die Gaben bringen zu können.

Ein anderes Erlebnis berührte mich besonders. Zu uns in den Gottesdienst kam eine Familie aus Pakistan, ihre Tochter ist etwas jünger als Joshua. Als wir im Gottesdienst das Abendmahl feierten, spürte man, wie dankbar sie waren, es nach langer Zeit wieder mitfeiern zu können. Diese Gemeinschaft im Brotbrechen war ein besonders heiliger Moment. Geschwister, die ihre Heimat aufgrund von Verfolgung verloren haben. Ihnen dürfen wir ein Stück neue Heimat geben.

Kurz darauf waren wir als Familie in einem Geschäft und kauften uns neues Geschirr. Wir fanden ein schönes Set welches uns gut gefiel. Die Flüchtlinge bekommen als Erstausstattung für jede Person einen Teller und ein Besteckset, sie müssen es wieder abgeben, wenn sie ihre Anerkennung bekommen. Ich überlegte, wie wir diese Familie segnen können, ich dachte an ein Geschirr was wir ausrangieren könnten, um es ihnen zu geben. Da sagte der Heilige Geist sehr deutlich zu mir „Gebt ihnen das neue Geschirr.“ Es war noch im versiegelten Karton. Es gefiel uns gut. Und doch spürte ich das innere Drängen, dem Willen Gottes zu folgen. So verpackte ich den Karton in hübsches Papier. Wir luden uns unter einem Vorwand bei ihnen ein. Als sie das Geschenk auspackten, konnte man auf ihren Gesichtern sehr deutlich ihre Freude über etwas „Eigenes, Modernes und Hübsches“ lesen. Allein dieser Moment hat mich so viel gelehrt.

Uns geht es so gut. Wir haben so viel auch wenn wir nicht alles haben was wir uns vielleicht wünschen. Aber mit dem was wir haben, dürfen wir ein Segen sein und das möchte ich mehr und mehr, weil auch ich dadurch umso mehr gesegnet bin.

Ich möchte dich ermutigen, schau mal über den Tellerrand und sieh, wo du dich einbringen kannst, wo du anderen und vielleicht auch ganz besonders den Flüchtlingen ein Segen sein kannst. Es lohnt sich!

Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/foreignoffice/9660903731