Glorycorrie & Potamos

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Die Juwelen des Alltags

Ich wuchs als Kind der DDR auf. Wenn es in der Weihnachtszeit soweit war, dass ein „Westpaket“ von meiner Patentante bei uns ankam, war dies immer ein ganz besonderer Festtag. Nach dem Abendessen wurde das Paket feierlich auf dem Küchentisch platziert. Als Nesthäkchen hatte ich das besondere Vorrecht, jeden Schatz der sich darin verbarg ans Tageslicht zu befördern. Jeder einzelne Artikel wurde bestaunt, selbst wenn es sich „nur“ um Tempo Taschentücher handelte.

Seit dieser Zeit habe ich mir eine Mentalität angeeignet, besondere Dinge, die ich geschenkt bekomme oder Souvenirs die mich an einen schönen Urlaub erinnern für einen besonderen Moment aufzuheben. So habe ich schon einige Schätze seit meiner Kindheit angesammelt, nur kann ich die Lippenpomade, die nach Erdbeere schmeckt und ich nie verwendet habe, weil sie doch so kostbar und „aus dem Westen ist“, jetzt nicht mehr verwenden. Ich habe hübsche Kerzen seit vielen Jahren im Schrank liegen, weil ich sie für den „besonderen Moment“ aufgehoben habe.

Als ich heute Morgen mit meinen Kindern beim Frühstück saß und wir ein paar Kerzen anzündeten, damit es etwas gemütlicher ist in dieser tristen Jahreszeit, wurde ich ganz nachdenklich. Ich dachte darüber nach, dass wir so viele Schätze haben. Sie alle erzählen eine Geschichte – vielleicht waren sie ein Geschenk von einem besonderen Freund, wir fanden sie in einem schnuckligen Laden in einem hübschen Städtchen im Urlaub, sie standen eines Tages in einer hübschen Präsenttasche vor unserer Tür. Nun schlummern sie hinter Türen, werden hin uns wieder bestaunt, wenn wir Staub wischen, etwas suchen oder etwas anderes aus dem Schrank nehmen und schon gehen die Türen und Schubladen wieder zu und diese Juwelen können weiter schlummern.

Nach und nach kommen immer mehr Schätze dazu und irgendwann haben wir keinen Platz mehr.

Nun habe ich einen mutigen Beschluss gefasst: Ich möchte jetzt Freude haben an diesen Schätzen, das heißt, dass ich sie gebrauchen werde, mich daran erfreuen werde, wenn ich sie benutze. Sicher wird hier und da etwas Wehmut im Spiel sein, aber was nützt es, wenn ich immer mehr Schätze anhäufe und mich nie an ihrer Pracht erfreue?

Ich denke gerade an ein Wort aus Matthäus 6,19-22:

»Sammelt euch keine Reichtümer hier auf der Erde, wo Motten und Rost sie zerfressen und wo Diebe einbrechen und sie stehlen. Sammelt euch stattdessen Reichtümer im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie zerfressen und wo auch keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Reichtum ist, da wird auch dein Herz sein.«

Das will ich tun! Ich will es lernen und mein himmlisches Schatzkonto zum bersten bringen.

Zaatari refugee camp, Jordan


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Gottes Liebe ist farbenblind

„Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern,
das habt ihr mir getan.“ (Matth. 25,40)

Seit einigen Monaten ist das Flüchtlingsthema ständig an der Tagesordnung. Wir sehen die Bilder im Fernsehen und ich frage mich dann immer, „Was kann ich tun? Wie kann ich helfen?“ Das Ganze lässt mich nicht kalt. Ich sehe die Mütter mit Kindern, die ihre Heimat verlassen weil dort Krieg herrscht und ihren Kindern eine bessere Zukunft bieten möchten.

Nun arbeitet mein Mann seit 6 Wochen in der Asyl- und Flüchtlingshilfe und das ganze Thema ist so viel näher gerückt. Da höre ich täglich von Schicksalen die mein Herz bewegen. Ich kann nicht allen helfen, aber diejenigen, die Gott mir ins Visier holt, denen möchte ich helfen. Da sind die zwei jungen Frauen, die kurz vor der Entbindung stehen und nichts für ihr Baby haben, ich möchte ihnen helfen, ihren Kindern etwas geben zu können. Ich bat um Unterstützung und bekam sie und nun freue ich mich darauf, diesen beiden Mamas die Gaben bringen zu können.

Ein anderes Erlebnis berührte mich besonders. Zu uns in den Gottesdienst kam eine Familie aus Pakistan, ihre Tochter ist etwas jünger als Joshua. Als wir im Gottesdienst das Abendmahl feierten, spürte man, wie dankbar sie waren, es nach langer Zeit wieder mitfeiern zu können. Diese Gemeinschaft im Brotbrechen war ein besonders heiliger Moment. Geschwister, die ihre Heimat aufgrund von Verfolgung verloren haben. Ihnen dürfen wir ein Stück neue Heimat geben.

Kurz darauf waren wir als Familie in einem Geschäft und kauften uns neues Geschirr. Wir fanden ein schönes Set welches uns gut gefiel. Die Flüchtlinge bekommen als Erstausstattung für jede Person einen Teller und ein Besteckset, sie müssen es wieder abgeben, wenn sie ihre Anerkennung bekommen. Ich überlegte, wie wir diese Familie segnen können, ich dachte an ein Geschirr was wir ausrangieren könnten, um es ihnen zu geben. Da sagte der Heilige Geist sehr deutlich zu mir „Gebt ihnen das neue Geschirr.“ Es war noch im versiegelten Karton. Es gefiel uns gut. Und doch spürte ich das innere Drängen, dem Willen Gottes zu folgen. So verpackte ich den Karton in hübsches Papier. Wir luden uns unter einem Vorwand bei ihnen ein. Als sie das Geschenk auspackten, konnte man auf ihren Gesichtern sehr deutlich ihre Freude über etwas „Eigenes, Modernes und Hübsches“ lesen. Allein dieser Moment hat mich so viel gelehrt.

Uns geht es so gut. Wir haben so viel auch wenn wir nicht alles haben was wir uns vielleicht wünschen. Aber mit dem was wir haben, dürfen wir ein Segen sein und das möchte ich mehr und mehr, weil auch ich dadurch umso mehr gesegnet bin.

Ich möchte dich ermutigen, schau mal über den Tellerrand und sieh, wo du dich einbringen kannst, wo du anderen und vielleicht auch ganz besonders den Flüchtlingen ein Segen sein kannst. Es lohnt sich!

Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/foreignoffice/9660903731


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Es geht schon

Es gibt einen Satz den ich oft verwende.

„Es geht schon.“ Ich verwende diesen Satz quasi im Unterbewusstsein, immer dann wenn ich meine etwas zu schaffen, aber eigentlich Hilfe in Anspruch nehmen sollte bzw. könnte. Das war mir gar nicht bewusst, bis mich mein lieber Mann neulich einmal rückfragte, „Wirklich?“. Wenn ich ehrlich bin, sollte ich viel öfters die mir angebotene Hilfe in Anspruch nehmen. Doch hat sich so eine Mentalität des „ich kann das auch allein, ich schaff das schon“ eingeschlichen – über die Jahre, weil entweder keiner da war zum helfen oder weil ich selbst stark sein wollte bzw. musste.

Nun ist einer da, der mir hilft, der mir gern Lasten abnimmt. Ich darf mich fallen lassen, mir helfen lassen, muss nicht immer stark sein, wenn ich eigentlich schwach bin. Oft genug bäumt sich in mir dennoch etwas auf, es selbst machen zu wollen. „Es geht schon.“

Erst neulich fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich erkannte mich selbst. So wie ich es ganz praktisch erlebte, dürfen wir auch mit seelischen, geistigen, körperlichen Lasten umgehen. Jesus lädt uns in seinem Wort dazu ein, sie ihm abzugeben.

„Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen.“ (Matthäus 11,28)

Wir dürfen IHM alles abgeben was uns belastet, beschwert, müde und ausgelaugt macht. Er will uns erfrischen, uns neue Kraft geben, uns neuen Lebensatem einhauchen. Wir dürfen IHM unsere „Es geht schon’s“ geben und uns in Seine Arme fallen lassen, IHM vertrauen, dass Er uns unsere Last abnimmt und uns segnet.

Und, wir dürfen aber auch ganz praktisch lernen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn wir keine Kraft mehr haben. Oft dachte ich, „wer soll es denn machen?“, aber hatte ich wirklich nach Hilfe geschaut oder war ich nur so davon überzeugt, dass sowieso keiner da ist, der mir helfen könnte? Ich bin sicher, Hilfe ist da wenn wir sie brauchen und wir dürfen darum bitten. Lasten abgeben. Lasten loslassen. Lasten mit anderen teilen. Wenn wir uns öffnen, unseren Stolz, es selbst zu schaffen, aufgeben, können wir so viel Segen und Erleichterung erleben. Und sicher gibt es dann auch mal eine Gelegenheit, wo wir anderen Lasten abnehmen können.

Eine weitere Stelle möchte ich dir noch mit auf den Weg geben.

„Er stärkt und erfrischt meine Seele. Er führt mich auf rechten Wegen und verbürgt sich dafür mit seinem Namen.“ (Psalm 23,3)

Sei gesegnet in deinem Sein und deinem Tun!


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Soaking: Eintauchen in Gottes Liebe

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Soaking In God`s Presence – Soaking in Gottes Gegenwart

(Originalartikel von John Arnott, Hauptpastor der Toronto Airport Christian Fellowship [TACF – Übers. Christl. Flughafen-Gemeinschaft Toronto], übersetzt und auf unsere Bedürfnisse angepasst von Tom Götze)

Seitdem der Heilige Geist im Januar 1994 auf uns fiel, haben wir nicht aufgehört, uns in der Gegenwart Gottes “einzuweichen”. Während die Menschen sich in Gottes Gegenwart haben einweichen lassen, erlebten sie tiefschürfende Veränderungen an / in ihrem Herzen. Ihre Ehen erfuhren Heilung, ihre Furcht wurde vertrieben, Depressionen und Krankheiten verliessen sie und ihre Leben wurden transformiert. Unsere Segnungsteams sind jetzt, zehn Jahre später, immer noch “am Ball” und helfen den Menschen dabei sich einweichen zu lassen. Das tun sie, in dem sie für die Menschen beten, die sich an der Warteschlange für Gebet angestellt haben.

Aber was ist “Soaking”?

Während vergangener Erweckungen haben die Menschendies als “auf den HERRN warten” bezeichnet und meinten damit, dass sie längere Zeit an einem Ort verweilten und Gottes erweckliche Segnungen erwartet haben. Obgleich das “auf den HERRN warten” ein Teil des “Soaking” ist, bedeutet es in dieser gegenwärtigen Bewegung des Heiligen Geistes doch sehr viel mehr als das. In Gottes Gegenwart soaking zu machen bedeutet, in Seiner Liebe zu ruhen anstatt im Gebet zu eifern. Wenn eine Person die eine Berührung Gottes empfängt, beginnt eine Verbindung mit der Realität der Gegenwart des Heiligen Geistes zu haben, reagiert sie häufig in dem sie zu Boden fällt / sinkt oder sich einfach hinlegt. Während diese Person dann erwartungsvoll in Gottes Gegenwart ruht, schwebt der Heilige Geist oft über der Person, um ihr mehr von Gottes Liebe zu offenbaren und um bestimmte Bereich im Leben dieser Person zu erneuern und / oder Heilung in diese Bereiche zu bringen. Während des Soakings in Gottes Gegenwart übernimmt Gott die Kontrolle und fängt an die Aufmerksamkeit des Empfangenden auf Gottes Wort zu lenken. Dies tut er, indem Er die Person direkt auf Bibelstellen aufmerksam macht oder durch höbare innere Eindrücke oder Bilder spricht. Meine Frau Carol vergleicht Soaking gerne mit dem Einlegen von Gewürzgurken. Vor einigen Jahren habe ich eine klassische Studie über das griechische Wortes “bapto”, welches “eintunken” bedeutet gelesen. Ausserdem behandelte diese Studie noch das Wort “baptidzo”, welches “eintauchen” bedeutet. Dieser Artikel benutzte die Illustration des Einlegens von Gurken. Laut der Anweisungen im Rezept sollten die rohen Früchte als erstes in kochendes Wasser eingetunkt werden, damit die Gurken blanchiert oder sterilisiert werden. Dazu wird in dem Rezept das Wort “bapto” gebraucht, welches “schnelles eintunken und herausnehmen” bedeutet. Dann gab es die Anweisung, die Gurken in Salzwasser mit anderen Gewürzen vermengt für mehrere Wochen einzulegen. Für diese Anweisung wird das Wort “baptidzo” gebraucht. In der Einlegezeit saugen die Gurken den Geschmack der Marinade auf, damit sie nicht länger nur nach Gurke schmecken, sondern wie Gewürzgurken. Dasselbe meinen wir mit “Soaking”. Du sollst dich so sehr von der Gegenwart des Heiligen Geistes “marinieren” lassen und in dem Strom Gottes eintauchen, bis du nicht länger nach deiner alten, rohen Natur “schmeckst”, sondern den Geschmack des Heiligen Geistes angenommen hast. “Herr lege uns in die Marinade deines Heiligen Geistes ein. Tauche uns in deine wunderbare Gegenwart ein, bis wir mehr und mehr wie du werden.”

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Wozu sollte ich “Soaken”?

Es gibt eine tiefe Sehnsucht nach der Nähe Gottes in jedem von uns. Erfahrungen mit Gott zu machen, seine Gegenwart zu erfahren, danach sollten wir suchen und uns dem nicht verweigern. Während unsere Theologie sich auf Gottes Wort gründet, bringen Erlebnisse mit Gott Lebendigkeit in die Theorie / Theologie. Die Bibel ist ein Buch, welches mit Berichten über und von Menschen gefüllt ist, die in der Geschichte verschiedene Erfahrungen mit Gott gemacht haben. Ihr Leben wurden verändert. Auch dein Leben wird verändert werden, wenn du Ihm begegnest.

Wo kann ich “Soaken”?

Hierzu gibt es mindestens drei Möglichkeiten:

  • [1] Wenn es in deiner Gemeinde ein Segnungsteam gibt, dann nutze dieses Angebot und lass dir von diesem Team dienen. Während sie dich segnen, kannst du “soaken”.
  • [2] Frag deinen Pastor oder deine Ältesteten ob ihr in deiner Gemeinde nicht eine regelmässige “Soaking-Zeit” einrichten könntet. Du hast dazu noch Fragen? Kontaktiere mich, meine email findest du am Ende dieses Artikels.
  • [3] Du triffst dich in einer Wohnung eurer Wahl mit anderen und ihr macht zusammen “Soaking”. Betet für einander, macht eine schöne CD an und etc. Genauso kannst du das auch zu Hause für dich allein tun.

Wie “soake” ich?

Während du an das Kreuz denkst und alles was Jesus so liebevoll für dich getan hat, fang an Ihm eventuell vorhandene Sünden zu bekennen und drücke dein Verlangen aus, dass du Ihm nahe sein willst. Einige Momente später wirst du dir der unsichtbaren Gegenwart des Heiligen Geistes bewusst werden. Die Menschen erfahren Gott auf unterschiedliche Art und Weise: eine “Schwere” auf deinem Körper, ein elektrisches Kribbeln auf den Händen oder dem Gesicht, oder ein warmes Gefähl von der Liebe welche durch dein Herz geht und dich mit Ihm verbindet. Das ist ein Weg, wie du lernen kannst jeden zu lieben. In dem du mehrere Treffen bzw. Begegnungen mit Gott hast die dich und Gott aneinander binden. Es ist nicht nur ein rationeller Prozess; dein Herz muss sich “verloben”. Gottes Gegenwart zu erfahren wird dich dazu bewegen, den Herrn von ganzem Herzen und ganzer Seele zu lieben. (Matthäus 22, 37) Beuge dich selbst vor Ihm. Gib ihm all deine Sorgen und Gedanken und sprich mit dem Herrn darüber. Bete zum Beispiel ein Gebet wie dieses: “Herr Jesus, ich lade dich ein mein Herz zu erforschen. Komm näher und lass mich deine Liebe erfahren und kennen lernen.” Lass Lobpreis in dir aufsteigen und gib dich ganz Gott hin. Wenn du abgelenkt wirst, lenke deine Aufmerksamkeit wieder auf Jesus. Konzentriere dich wieder auf Ihn. Erinnere dich daran, warum du “Soaking” machst und hör der Lobpreismusik zu.

Kann ich darauf vertrauen, dass es wirklich Gottes Heiliger Geist ist, der an mir wirkt?

Ja das kannst du. Erinnere dich, alles was wir von Gott empfangen, empfangen wir durch Glauben. Glaube sollte positiv und auf Gott fixiert sein. (Nicht negativ und ängstlich, auf den Feind konzentriert.) Jesus sagte in Lukas 11, 11-13: “Welcher Vater würde seinem Sohn denn eine Schlange geben, wenn der ihn um einen Fisch bittet, oder einen Skorpion, wenn er ein Ei haben möchte? Wenn schon ihr hartherzigen, sündigen Menschen euren Kindern Gutes gebt, dann wird doch der Vater im Himmel erst recht denen seinen Heiligen Geist geben, die ihn darum bitten. Der Schlüssel ist Intimität. Es ist kein Programm, das abgespult werden soll und worum man sich kümmert. Es eine Beziehung, die gefestigt werden soll.

Wie lang sollte ich “Soaken”?

Normalerweise benötige ich persönlich ungefähr fünfzehn bis zwanzig Minuten um innerlich ruhig zu werden, die Gedanken des Alltags hinten anzustellen und in die Ruhe Gottes einzukehren. Aber Jesus ist der Herr über den Sabbat. Er möchte, dass du in Seine Ruhe eintrittst. Die Früchte des Geistes sind Liebe, Freude und Frieden. Also sollten wir uns auch eine Weile Zeit mit Gott nehmen. Du kannst Gottes Wirken nicht erzwingen und auch nicht zur Eile antreiben. Es geht auch nicht darum “etwas zu bekommen”, sondern um mit jemandem zusammen Zeit zu verbringen. Nimm dir Zeit, einfach bei Ihm zu sein; Ihn zu lieben und dich von Gott lieben zu lassen. Wenn du dabei einschläfst, ist das gar kein Problem. Wenn du unterbrochen wirst, kannst du jederzeit zurückkommen und mehr Zeit mit Ihm verbringen. Du wirst wissen, wann die “Soaking-Zeit” für dich zuende ist. Du wirst eine gewisse Befriedigung in deinem Herzen verspüren und eine Freisetzung zu gehen und dich im Leben vorwärts zu bewegen. Manchmal kann es vorkommen, das Leute sehr emotional werden während einer “Soaking-Zeit”. Vielleicht möchte Gott tiefe Bereiche deines Herzens berühren. Oft gibt es Gebiete früher erlebter Verletzungen, in die du dich nur sehr zögerlich vorwagst. Das ist oft der Ort, an den Gott mit dir nochmal zurückgeht, damit Er Freiheit und Heilung in deine Bereiche der Angst und des Schmerzes bringen kann. Es ist hilfreich Freunde und vielleicht sogar efahrene Leute vom Segnungsteam im Raum zu haben, die mit dir in Liebe da durch gehen können und dir helfen wieder zur Ruhe zu kommen und im Glauben weiterzugehen, damit diese Dinge einen Abschluss finden.

Gibt es “Soaking” in der Bibel? – Hier findest du einiges, was die Bibel über “Soaking” zu sagen hat:

  • (GN) Psalm 23, 1-3: Der HERR ist mein Hirt; darum leide ich keine Not. Er bringt mich auf saftige Weiden, lässt mich ruhen am frischen Wasser und gibt mir neue Kraft. Auf sicheren Wegen leitet er mich, dafür bürgt er mit seinem Namen.
  • (GN) Psalm 131, 2: Nein, still und ruhig ist mein Herz, so wie ein sattes Kind im Arm der Mutter – still wie ein solches Kind bin ich geworden.
  • (Elb) Psalm 4, 5b: Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager, aber seid still!
  • (GN) Psalm 37, 7: Werde ruhig vor dem HERRN und warte gelassen auf sein Tun! Wenn Menschen, die Böses im Schilde führen, auch noch ständig Erfolg haben, reg dich nicht auf!
  • (HfA) Matthäus 11, 28-30: “Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Frieden geben. Nehmt meine Herrschaft an und lebt darin! Lernt von mir! Ich komme nicht mit Gewalt und Überheblichkeit. Bei mir findet ihr, was euerm Leben Sinn und Ruhe gibt. Ich meine es gut mit euch und bürde euch keine unerträgliche Last auf.”
  • (HfA) Hebrïäer 4, 9-11: Gottes Volk wartet also noch immer auf die Zeit der Ruhe, die ihm Gott zugesagt hat. Wer zu dieser Ruhe gefunden hat, wird von aller seiner Arbeit ausruhen können, so wie Gott am siebten Schöpfungstag von seinen Werken ruhte. Darum setzt alles daran, zu dieser Ruhe Gottes zu gelangen, damit niemand durch Ungehorsam das Ziel verfehlt. Unsere Väter sind uns darin ein warnendes Beispiel.
  • (HfA) Jesaja 40, 29-31: Den Erschöpften gibt er neue Kraft, und die Schwachen macht er stark. Selbst junge Menschen ermüden und werden kraftlos, starke Männer stolpern und brechen zusammen. Aber alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen, bekommen neue Kraft. Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und sind nicht erschöpft.
  • (GN) Psalm 27,14: Vertrau auf den HERRN, sei stark und fasse Mut, vertrau auf den HERRN!
  • (HfA) Sprüche 1, 33: Wer aber auf mich hört, lebt ruhig und sicher, vor keinem Unglück braucht er sich zu fürchten.
  • (Elb) Lukas 10, 39: Und diese hatte eine Schwester, genannt Maria, die sich auch zu den Füssen Jesu niedersetzte und seinem Wort zuhörte.

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Ein grosser Teil aus diesem Text ist ins Deutsche übersetzt und dem monatlichen Gemeindemagazin “Spread the Fire” der Toronto Airport Christian Fellowship (TACF, www.tacf.org ) entnommen. Der Originalartikel wurde von John Arnott, Gründungspastor dieser Gemeinde in Kanada geschrieben.

Übersetzer: Thomas (Tom) Sens (geb. Götze)

feurige Kraft


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Lasst euch stärken durch seine gewaltige Macht!

Nun noch ein Letztes: Lasst euch vom Herrn Kraft geben, lasst euch stärken durch seine gewaltige Macht! (Epheser 6, 10 NGÜ)

Immer wenn jemand das Kapitel 6 des Briefes an die Gemeinde in Ephesus erwähnt, bin ich in Gedanken immer sofort bei dem Thema des Anziehens, dem Tragen und der Nutzung der Waffenrüstung Gottes.

Heute Morgen im Gottesdienst hat Papa mir obigen Vers aufs Herz gelegt. Bevor wir unseren von Gott gegebenen Platz gegen die Angriffe des Feindes verteidigen und mit dem Schwert des Wortes Gottes neues Land erobern können, brauchen wir zuerst Seine Kraft.

Im Vers 10 steht, wir sollen uns diese Kraft Gottes geben lassen. Wir sollen uns auch Stärken lassen durch Seine gewaltige Macht. Was bedeutet das? Weiterlesen

Hüte dich vor Schlangen

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Rückschläge gehören zum Leben – ob in Beziehungen, der Arbeit oder in anderen Bereichen. Aber Gott hat eine Antwort darauf! Bayless Conley erklärt Ihnen, wie Gott Ihr Herz heilen, Ihnen neue Hoffnung schenken und Ihre Ausrichtung auf ihn erneuern kann, wenn Schlagen in Form von Rückschlägen und Hindernissen kommen. Erfahren Sie, wie Sie mit diesen Herausforderungen umgehen können, so dass Sie in Ihrem Leben weiterkommen!


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Wie sollte ich reagieren, wenn mich jemand verflucht?

Es ist ungefähr 10 Jahre her, da begann ich am ganzen Körper an einem Juckreiz zu leiden kurz nach dem ich von einer Reise nach Nigeria zurückgekehrt war. Zuerst vermutete ich eine allergische Reaktion auf ein Lebensmittel oder ein Waschmittel. Aber ich hatte keinen Ausschlag und mein Arzt war ebenfalls ratlos. Er sagte mir, dass er keinen offensichtlichen Grund für den Juckreiz finden könne.

Meine Haut krabbelte überall und keine Lotion verschaffte mir Erleichterung. War es vielleicht ein geistlicher Angriff?

Ich bin normalerweise nicht der Typ der hinter jedem Busch einen Dämon vermutet. Doch ich hatte während meiner Reise eine Konfrontation mit einem okkulten Heiler aus Nigeria. Ich fragte mich, ob er mich verflucht haben könnte nach dem ich seinen Betrug ans Licht gebracht hatte.

Also rief ich meinen Freund Mosy Madugba an. Er ist angesehener Geistlicher in Nigeria. Während unserem Gespräch bestätigte er mir, dass dieser Hexer diejenigen verfluche, welche er als seine Feinde ansieht. Bruder Mosy betete für mich und bat Gott darum die Kraft jeder Verwünschung welche über mir ausgesprochen wurde zu brechen. Innerhalb eines Tages verschwand der Juckreiz völlig und ich hatte nie wieder Probleme damit.

Ich bin dankbar, dass ich mich nicht oft mit dieser Art der geistlichen Kampfführung konfrontiert sehe. Doch im letzten Jahr machte ich noch eine viel seltsamere Erfahrung. Diesmal waren Christen beteiligt, welche der Meinung waren sie könnten biblisch begründen, dass es in Ordnung sei Menschen die sie nicht mögen zu verfluchen.

Es ist einfach unglaublich! Es gibt tatsächlich Gläubige die wiederholt Gott darum bitten anderen Menschen auf die sie sauer sind Tragödien, finanziellen Schaden oder gar Krankheit zu senden. Ich kenne sogar Pastoren die ehemalige Gemeindemitglieder verfluchen, weil diese sich entschlossen haben die Gemeinde zu verlassen. (Beachte: Ein echter Pastor kümmert sich um die verlorenen Schafe und wünscht ihnen keinen Schaden.) In Nigeria gibt es glauben manche Christen, sie hätten das Recht für den Tod ihrer Feinde zu beten. Und sie halten sogar bezahlte Konferenzen ab um dort über dieses Thema zu lehren!

Vielleicht bist du noch kein Opfer eines Voodoo Fluches geworden. Aber es gibt viel mehr sogenannte „charismatische Zauberei“ als wir es wahr haben wollen. Hierbei handelt es sich um eine Art seelischer Gebete mit dem Zweck dir Schaden zuzufügen. Ich möchte dir nun 5 einfache Schritte aufzeigen, die dir helfen sollen richtig zu reagieren, wenn dich jemand verflucht:

  1. Segne die Person, welche dich verflucht hat. Vor einigen Jahren hatte jemand ein Video im Internet veröffentlicht, welches meinem Ruf schaden sollte. Einige meiner Freunde gaben mir den Rat mich dafür zu rächen. Aber ich wusste, dass es mir wichtig war der Situation mit einer Christus ähnlichen inneren Einstellung zu begegnen. Einige Wochen lang habe ich das Video nicht einmal angeschaut und habe mir zunächst Zeit genommen Gebete des Segens über dieser Person auszusprechen. In Römer 12,19 heißt es: „Rächt euch nicht selbst, liebe Freunde, sondern überlasst die Rache dem Zorn ‚Gottes‘.“ Wir müssen nach dem Gesetz der Liebe leben und der Versuchung anderen gegenüber Bitter zu werden widerstehen.Es ist völlig normal, dass wir zunächst einmal sauer werden, wenn wir entdecken, dass jemand über uns tratscht, Lügen verbreitet oder gar wütende Gebete gegen uns richtet. Aber Jesus hat uns gesagt, dass wir ruhig bleiben und die Sache ihm überlassen sollen. In Lukas 6, 27 bis 28 sagte er: „Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun.“
  2. Schirme dich mit Hilfe deines geistlichen Schildes ab. Bist du ein Gläubiger, welcher an Christus glaubt, so bist du mit ihm verborgen. Der Name Jesu ist ein starker Turm und wenn du ihn anrufst, wirst du bei ihm Sicherheit vor aller geistlichen Gefahr finden. Keine Zauberei, keine Verleumdung und kein böser Fluch können dir Schaden zufügen, wenn Gott dich abschirmt. Geh ins Gebet und bitte Gott darum dich zu verteidigen. Als David vor Saul auf der Flucht war, betete er: „Der HERR ist meine Stärke und mein Schild. Auf ihn habe ich vertraut, darum wurde mir geholfen“ (Ps 28,7).
  3. Verwehre jeglichen dämonischen Einflüssen den Zugang. Nur wenn wir die Tür für ihn offen lassen, kriegt der Teufel einen Fuß in die Tür in unserem Leben. Mach deshalb alle Türen zu und verschließe sie! In Eph. 4,27 steht geschrieben: “Gebt dem Teufel keinen Raum …”. Das bedeutet sich von allen bekannten Sünden zu trennen und sicher zu stellen, dass du nichts in dein Leben oder dein Haus hinein gelassen hast, was dämonische Aktivitäten nach sich ziehen würde. Ich spreche von einer nachtragenden Haltung und Stolz oder im Falle unserer Wohnt zum Beispiel von Pornografie, okkulten Gegenständen oder Büchern mit entsprechenden Inhalten.
  4. Hör nicht auf Gott zu preisen. Zauberei bewirkt oft Entmutigung. Nach dem der Prophet Eliah die Königing Isebel herausgefordert hatte, drohte sie damit ihn umzubringen. Und der mächtige Prophet wurde depressiv und hegte sogar Selbstmordgedanken. (siehe 1. Kön 19, 1-4). Zauberei kann dir keinen Schaden zufügen, aber sie kann Finsternis mitbringen, welche dir die Freude raubt. Die beste Waffe gegen geistliche Schwere ist Lobpreis.Die Psalmen zeigen uns eine ganze Liste mit den fröhlichen Antworten Davids auf die Drohungen seiner Feinde auf. Wenn du geistlich angegriffen wirst, ist es möglich, dass du dir den Weg frei singst und schreist. Wenn wir Gott preisen, wird der Feind in Ketten gelegt und muss die Klappe halten!
  5. Lass es an dir abprallen. Wir sollten geistliche Angriffe nicht ignorieren. Aber wir sollten uns auch nicht von ihnen ängstigen lassen. Du hast das Wort Gottes. Du hast das Blut Jesu und dein Bekenntnis gegen den Feind hat Kraft. Martin Luther hat einmal geschrieben: „Der Teufel hat keine echte Macht über die Gläubigen. Er hasst Gebet und vor dem Kreuz und dem Wort Gottes flieht er wie vor einem brennenden Feuer.“

Du musst dich vor den Flüchen deiner Feinde oder den fehlgeleiteten Gebeten der hasserfüllten Verräter nicht fürchten. Als David sich umschaute und eine dämonisch beeinflusste Gruppe von Kritikern sagen hörte, dass es für ihn bei Gott keine Hoffnung gäbe, da antwortete er: „Du aber, HERR, bist der Schild, der mich schützt, meine Ehre bist du allein. Du selbst richtest mich immer wieder auf”. (Ps 3,4)

Lee Grady ist der ehemalige Redakteur des Magazines Charisma. Auf Twitter findest du ihn unter leegrady. Mehr über seinen Dienst The Mordecai Project erfährst du unter themordecaiproject.org.

Englischer Originalartikel: How to respond when you’ve been cursed